Kieferorthopädische Behandlungen greifen tief in das komplexe Zusammenspiel von Zahnstellung, Kieferwachstum, Schädelentwicklung und Gesamtstatik des Körpers ein. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei erwachsenen Patienten, wirken kieferorthopädische Apparaturen nicht nur lokal, sondern beeinflussen funktionelle, myofasziale und neurophysiologische Zusammenhänge des gesamten Organismus.
In diesem Kurs wird zunächst die Entwicklung von Zähnen und Kiefern im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter nachvollziehbar dargestellt. Aufbauend darauf erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über gängige kieferorthopädische Geräte – von herausnehmbaren Apparaturen über festsitzende Zahnspangen bis hin zu funktionskieferorthopädischen und skelettal verankerten Systemen. Es wird erläutert, wie diese Geräte aussehen, wie sie funktionieren und welche Kräfte sie erzeugen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Bereichen, in denen Spannungen, Blockaden oder Anpassungsreaktionen im Körper entstehen können.
Auf dieser Basis wird die osteopathische Begleitung kieferorthopädischer Patienten praxisnah und differenziert erarbeitet. Welche osteopathischen Ansätze sind sinnvoll? Zu welchem Zeitpunkt einer kieferorthopädischen Behandlung können sie unterstützend wirken? Welche Strukturen sollten besonders berücksichtigt werden, und wie lassen sich funktionelle Zusammenhänge verstehen und behandeln?
Der Kurs verbindet theoretisches Wissen mit einem ganzheitlichen Blick auf den Patienten und bietet eine fundierte Orientierung, wie Osteopathie ergänzend und sinnvoll in die Betreuung kieferorthopädischer Patienten integriert werden kann.
Fortbildung, die Sinn macht – fachlich und menschlich.
Inklusive Skript zum Download